Schroth-Kur
Die Schroth-Kur ist eine traditionelle Kur aus dem 19. Jahrhundert mit fettarmer, salzarmer Kost, dem Wechsel von Trink- und Trockentagen und nächtlichen feuchten Wickeln, der Schroth-Packung.
- Herkunft
- Schlesien, Johann Schroth, 19. Jahrhundert
- Zentrum heute
- Oberstaufen im Allgäu
- Dauer
- Meist 1 bis 3 Wochen
- Kern
- Leichte Kost, Trink- und Trockentage, Packungen
Johann Schroth (1798 bis 1856) war kein Arzt, sondern Fuhrmann. Er beobachtete, dass feuchte, warme Umschläge bei Verletzungen halfen, und entwickelte daraus eine Kur. Heute ist Oberstaufen im Allgäu der bekannteste Schrothkurort.
Typisch sind drei Bausteine: eine sehr leichte Kost mit Brötchen, Brei und Gemüse, ein Rhythmus aus Tagen mit viel und mit wenig Flüssigkeit und die Schroth-Packung früh am Morgen. Dabei wirst du in feuchtkalte Tücher gewickelt, der Körper erwärmt sich darunter stark.
Die Kur ist anspruchsvoll und sollte ärztlich begleitet sein. Sie ist eher Tradition als moderne Wissenschaft, aber viele schätzen sie als konsequenten Neustart mit festem Tagesrhythmus.
Gut zu wissen
- Nichts für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen ohne ärztliche Freigabe.
- Die Packung früh am Morgen ist gewöhnungsbedürftig, aber Teil der Kur.
- Viele Häuser bieten eine abgeschwächte, moderne Form an.
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Was ist eine Schroth-Packung?
Ein feuchter, kühler Ganzkörperwickel am frühen Morgen. Unter warmen Decken erwärmt sich der Körper stark, man schwitzt und ruht danach.
Wie lange dauert eine Schroth-Kur?
Klassisch zwei bis drei Wochen. Kürzere Formen ab einer Woche werden ebenfalls angeboten.
Verwandte Begriffe
Aktualisiert am 17. Oktober 2026
